Die CDU glaubt, der Vandalismus in Moormerland nimmt zu

Vandalismus in Moormerland – Wenn Politik die Fakten ignoriert

Hier ein Beispiel wie die Dinge in die falsche Richtung laufen, wenn Politik nicht auf Fakten basiert, sondern nach Gefühlslage und aus Wahltaktik gemacht wird:
Anfang des Jahres erklärte die CDU Moormerland, dass zunehmender Vandalismus in der Gemeinde zum Problem würde. Um billig Stimmung zu machen, wurden dazu bewusst Ängste geschürt:

Die Bevölkerung muss auch abends und nachts wieder ohne Angst spazieren gehen können“

(Dieter Baumann, CDU im Nasowas-Magazin, Februar-Ausgabe)

Zwar kritisierten die Moormerländer Grünen umgehend diese maßlosen Übertreibungen, dennoch wurden inzwischen Patrouillen durch einen Sicherheitsdienst sowie die Installation von Überwachungstechnik beauftragt. Die CDU brüstete sich anschließend mit ihrem erfolgreich durchgebrachten Antrag im Rat der Gemeinde.
Um kritische Stimmen zu besänftigen, wiederholte die CDU Ende April noch einmal: „Beschmierte Wände, angesengte Briefkästen oder verbogene Fahrradständer – die Gemeinde Moormerland musste sich in den letzten Monaten vermehrt mit Vandalismus auseinandersetzen.“


Letzte Woche nun hat die Polizeiinspektion Leer/Emden im Jugendhilfeausschuss des Kreistags die Zahlen für das Jahr 2020 vorgelegt:

Mit der Ausnahme der Insel Borkum sind in allen Gemeinden im Kreis Leer die Fälle von Sachbeschädigungen zurückgegangen.

Ostfriesen-Zeitung, 21. 07. 2021


In den vier Gemeinden Moormerland, Hesel, Uplengen und Jümme gab es im letzten Jahr zusammen 181 Fälle, in denen die Polizei Ermittlungen aufnahm. Das war ein Rückgang von 10% im Vergleich zum Vorjahr. Aber auch
langfristig ist die Zahl der Delikte sowohl in den Landgemeinden als auch in der Stadt Leer seit Jahren eindeutig rückläufig.
Die überwiegende Zahl der Tätverdächtigen sind im übrigen Erwachsene und keine Kinder oder Jugendliche, die erfahrungsgemäß schnell unter Generalverdacht stehen.

Dazu heute (21. Juli 2021) der Artikel in der Ostfriesen-Zeitung: „Kinder und Jugendliche sind selten Täter“

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