Radtour zu kritischen, teils gefährlichen Punkten im Moormerländer Radwegenetz.

Radtour zu kritischen, teils gefährlichen Punkten im Moormerländer Radwegenetz.

Radwege: Viel Luft nach oben

Am letzten Freitag habe ich mit zahlreichen Mitgliedern unseres Grünen Ortsverbands und Vertretern anderer Parteien an einer vom ADFC Hesel/Moormerland geführten Fahrradtour teilgenommen. Auf der zweistündigen Tour durch Warsingsfehn und Neermoor lernten wir zahlreiche Defizite des Moormerländer Radwegenetzes kennen.

Manche Sachverhalte, auf die uns die Vertreter vom ADFC aufmerksam machten, sind einfach nur lästig und leicht zu beheben: z. B. die vielerorts fehlenden Stellplätze. (Am Badesse in Neermoor gibt es mehr Autoparkbuchten als Fahrradparkmöglichkeiten.)

Andere typische Problematiken führen jedoch regelmäßig zu Unfällen. Dies sind z. B.:

  • unvermittelt nach Kurven auftauchende Poller im Weg
  • zu enge Umlaufsperren
  • rutschige, kaputte oder abgesackte Fahrbahnen

Ausführlich gingen die ADFC-Verantwortlichen auf die Problematik der zu schmalen Rad-/Fußwege ein, die eigentlich gar nicht als benutzungspflichtig ausgewiesen sein dürften.

Auch wiesen die Fachleute darauf hin, dass kaum ein Radfahrer informiert ist, dass auf Rad-/Fußwegen mit der Kennzeichnung „Radfahrer frei“ der Radler Schritttempo fahren und dem Fußgänger Vorfahrt gewähren muss. Kommt es hier zu Unfällen, kann die Haftungsfrage schnell kompliziert werden.

Als Grüne sprechen wir uns schon seit langer Zeit dafür aus, Verkehrskonzepte nicht stur durch die Windschutzscheibe zu denken. Fußgänger und Radfahrer sind bei Unfällen erheblich stärker gefährdet als die Insassen eines beteiligten Autos. Moormerland muss sich hier neu erfinden!

Vielen Dank an den ADFC Ortsverband Hesel/Moormerland, für diese informative Veranstaltung.

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